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Historie - Verein - Adorfer Schützenverein

Die Geschichtliche Entwicklung des Vereins

Für die „Priv. Adorfer Schützengesellschaft“ wird als Gründungsjahr ca. 1542 angegeben. Sie ist damit eine der ältesten Schützengesellschaften in Sachsen. Im Jahre 1628 wird ein Schießhaus erwähnt, welches sich in der Karlsgasse befand und lediglich aus einer Holzbude bestand. Geschossen wurde damals auf eine Scheibe, die in der Mitte des nah gelegenen Deiches stand.

1826 wurde ein Schützenhaus erbaut, das aber 1872 abbrannte. Noch im gleichen Jahr wurde der Grundstein für ein neues Schützenhaus gelegt, welches bis heute noch in der Schützenstraße zu finden ist. Von 1842-1847 war der damalige Bürgermeister Todt Direktor der Schützengesellschaft zu Adorf.

Um 1850 wurden Preisschießen der Adorfer Schützengesellschaft auch von Vereinen aus Roßbach, Asch, Schwarzenbach an der Saale (Bayern) sowie Plauen und Oelsnitz rege besucht.

1909 wurde eine Kanone gekauft, die aber am 14. September 1914 bei einem Salutschiessen explodierte. Dabei kam ein Zuschauer leider zu Tode.

Jedes Jahr zu Pfingsten bildete ein großes Vogelschießen den Höhepunkt des Vereinslebens. Dieses Vogelschießen wurde von Jahr zu Jahr mehr ein großes Volksfest auf dem Schützenplatz. Das Schießen dauerte grundsätzlich drei Tage. Es begann am Pfingstsonntag mit einem Umzug der Schützen. Am Pfingstsonntag und Pfingstmontag wurden nur bestimmte Teile des hölzernen Vogels abgeschossen. Am Dienstagnachmittag erfolgte dann das so genannte „Abschießen“, d.h. es wurde so lange geschossen, bis das letzte Stück des Rumpfes abgeschossen war. Wem dies gelang, der konnte sich dann für ein Jahr mit dem Titel „Schützenkönig“ schmücken. Im Anschluss daran „durfte“ er dann die ganze Schützengilde freihalten.

Diese Feste wurden bis zum Jahr 1939 durchgeführt. Nach Ende des unglückseligen II. Weltkrieges wurde der Schützenverein, wie fast alle Vereine, verboten.

Neugründung im Oktober 1990

Am 27.10.1990 wurde der Verein unter dem Namen „1. Adorfer Schützenverein“ durch 16 Mitglieder in der Gaststätte „Waldbad“ unter der Leitung von Jens Eckert wieder gegründet. Auf der Tagesordnung zur Vereinsgründung standen Punkte, wie das Festlegen der Satzung und Wahl der Vereinsführung.

Ein Antrag auf Rückübertragung des Schützenhausgeländes wurde nicht bewilligt. So war der Verein gezwungen einen geeigneten Schieß- und Übungsplatz zu suchen.

Übergangsweise wurde der Übungsplatz in Bad Elster benutzt, der aber dann von dem dortigen Verein selber in Anspruch genommen wurde. Der Verein bemühte sich daher zunächst um das Reichsbahngelände. Dies war ebenfalls vergeblich, weil die Bevölkerung erhebliche Bedenken wegen Lärmbelästigung hatte. So ging die Suche weiter.

Nach langer Suche wurde ein geeignetes Gebäude gefunden. Der ehemalige Rinderstall der LPG in Arnsgrün war ideal für eine Schießhalle geeignet. Es wurden Verhandlungen aufgenommen und nach kurzer Zeit konnte bereits im Mai 1994 mit dem Umbau des Rinderstalles zur Schießhalle begonnen werden. Nach einer Bauzeit von nur 13 Monaten wurde die neue Schießhalle am 16. Juni 1995 unter dem Namen „Schützenhalle zur Schönen Aussicht“ feierlich eingeweiht. Der Bau wurde ausschließlich in Eigeninitative der Vereinsmitglieder durchgeführt.

Im Dezember 1997 wurde eine Böllerkanone (Nachbau einer Kanone aus dem Dreißigjährigen Krieg, Kaliber 70mm) eingeweiht, womit die Tradition des Salutschießens aus dem Jahre 1914 fortgeführt werden soll.

Zur Verschönerung der ca. 180 qm großen weißen Außenwand der Schießhalle rief der Schützenverein 1998 zu dem Wettbewerb „Wandbild Vogtland 98“ auf. Dieser wurde am 24.Mai 1998 mit großem Erfolg durchgeführt.Dabei sind mehrere Airbrush-Bilder mit unterschiedlichen Motiven entstanden, die heute noch die Außenwand der Schießhalle schmücken.

Im Jahr 1998 wurde, unter anderem wegen Platzmangel bei Versammlungen, mit der Erweiterung der Schießhalle begonnen. So entstanden in Eigenleistung bis zum 1. Mai 1999 ein zweiter größerer Saal (60 Pers.), eine moderne Küche mit Lagerraum und weitere Nutzungsräume.

Durch die Ehrmitglieder, den damaligen Bürgermeister Christian Heidan und Siegfried Pfeiffer konnte im September 2001, nach einem großen Kampf um Fördermittel, der erste Spatenstich zum Bau einer 100 m – Anlage vollzogen werden. Die Bauarbeiten wurden im Mai 2002 abgeschlossen.

Im Juni 2004 konnte durch Zufall bei einer Internetauktion eine Schießbude von einem Verein aus der Oberlausitz günstig ersteigert werden. Mit dieser Schießbude war es nun möglich, auch auf Stadtfesten präsent zu sein, da diese nur mit geringem Aufwand aufzubauen ist.